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Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist in den westlichen Industrienationen zur häufigsten Ursache des Verlustes der zentralen Sehschärfe geworden. Wegen der ungünstigen demografischen Entwicklung ist zu befürchten, dass diese Erkrankung in der Zukunft deutlich zunehmen wird.

Erfreulicherweise ist dies erkannt worden. Die Forschung hat erste Ergebnisse erbracht, diese schwerwiegende Erkrankung zu verstehen und zu therapieren.

Was ist die altersbedingte Makuladegeneration? Was bemerkt der Betroffene?

Bei der AMD handelt es sich um eine Erkrankung der Augen, die zum Verlust der zentralen Sehschärfe führt. Der zentrale Bereich der Netzhaut, der gelbe Fleck - Makula lutea - verändert sich mit zunehmendem Alter unter der Einwirkung des Lichts. Lipofuszin-Ablagerungen, Stoffwechselprodukte des Sehvorganges, sind bereits ab dem ersten Lebensjahr in der Netzhaut nachweisbar. Diese Substanz kann durch blaues Licht aktiviert werden und oxidative Schäden verstärken.

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Bei der AMD werden die trockene und die feuchte Form unterschieden. Die trockene Form ist wesentlich häufiger und macht mit 85-90% den Hauptanteil der Degenerationen aus. Die seltenere aber wesentlich schwerere feuchte Form zeigt sich durch Flüssigkeitsaustritt in die Netzhaut-Strukturen und durch eine Neubildung von Gefäßen. Dadurch entsteht sehr schnell eine Vernarbung der Nervenschicht der Netzhaut. In kurzer Zeit kann ein starker Sehverlust eintreten.

Betroffene bemerken zuerst eine leichte Unschärfe der Buchstaben beim Lesen. Alles was bisher scharf gesehen werden konnte bekommt einen grauen Schleier, der im Laufe der Zeit zunimmt. Gerade Linien bekommen einen Bogen. Buchstaben werden zunehmend unscharf und verschwommen gesehen, bis die Lesefähigkeit völlig verloren geht. Der graue Schleier wir immer dichter und kann sich stark ausdehnen, bis nur noch das äußere Gesichtsfeld erhalten bleibt. Das Erkennen von Personen, Lesen, Autofahren und Fernsehen ist dann nicht mehr möglich. Das Risiko an einer AMD zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter exponentiell an.

Dies zeigen Untersuchungen in den USA, Canada, Australien und auch aus Deutschland.

Betroffen sind nach neuen Untersuchungen

  • 10% der Vierzigjährigen
  • 20% der Sechzigjährigen
  • 35% der Siebzigjährigen
  • 60 % der Achtzigjährigen

Die Makulapigmentdichte nimmt ab dem dreißigsten Lebensjahr stetig und deutlich ab. Makulapigmente haben die Eigenschaft energiereiches, besonders schädliches blaues Licht stark zu absorbieren. Mit zunehmendem Alter zeigt die Augenlinse eine zunehmende Gelbfärbung, durch die Einlagerung von Lutein in ihre Strukturen. Durch die Absorption von blauem Licht übernimmt sie eine wesentliche Schutzfunktion für die Netzhaut.

In der Augenlinse und in den Netzhautzellen laufen komplizierte oxidative Prozesse ab, die zur Bildung freier Radikale führen. Durch zelleigene Systeme können diese neutralisiert werden. Allerdings nimmt dieser Schutzmechanismus mit zunehmendem Alter ab, und es kann notwendig werden, Vitamine, Selen und Anthocyane zum Abfangen der freien Radikale einzusetzen, um Zellschädigungen und Zellverluste zu verhindern.

Die im Heidelbeerextrakt enthaltenen Anthocyane sind besonders wirksame Antioxidantien. Ihre antioxidative Wirkung ist fünfzigmal höher als die der Vitamine C und E. Hinzu kommt noch, dass sich die Zusammensetzung der Fettsäuren in der Netzhaut im Alter ändert. Die Konzentration schützender Fettsäuern sinkt. Eine Substitution mit Omega-3-Fett-säuren kann hilfreich sein.

Nach einer Operation des Grauen Stars entfällt der absorbierende Schutz durch die eigene Augenlinse. Dann ist eine Substitution mit Lutein und Zeaxanthin besonders dringend.